Mini-Dämpfer für Ingolstädter Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote in der Region steigt leicht auf 2,1 Prozent

5.780 Personen waren zum Ende des dritten Quartals in der Region 10 arbeitslos gemeldet
5.780 Personen waren zum Ende des dritten Quartals in der Region 10 arbeitslos gemeldet

Der Arbeitsmarkt in der Region Ingolstadt bekam im Dezember 2016 einen moderaten, saisonal üblichen Dämpfer. Mit einer Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent herrscht jedoch weiterhin Vollbeschäftigung. Knapp 3.900 offene Stellen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Beschäftigungssuchende.

Die Agentur für Arbeit Ingolstadt hat jetzt die Daten für den Dezember 2016 veröffentlicht. Demnach waren zum Abschluss des Berichtsjahres insgesamt 5.741 Personen in der Region Ingolstadt arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet gegenüber dem Vormonat einen Anstieg um 236. Vor einem Jahr waren 461 Menschen (8,7 Prozent) weniger auf Beschäftigungssuche. Die aktuelle Quote von 2,1 Prozent veränderte sich gegenüber dem November um plus 0,1 Prozent – vor Jahresfrist lag sie bei 1,9 Prozent.

„Zwar wurden im Dezember – wie jahreszeitlich üblich – weniger Stellen zur Besetzung gemeldet als im Vormonat, dennoch bietet ein aktueller Bestand von knapp 3.900 vakanten Arbeitsplätzen zahlreiche Möglichkeiten für Beschäftigungssuchende“, sagt Manfred Jäger, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, und verweist auf zahlreiche offene Stellen in der Zeitarbeit, im Handel, im Hotel- und Gaststättenbereich und im Gesundheits- und Sozialwesen.

„Wir starten mit einem guten Gefühl ins neue Jahr und stellen uns mit Mut und Zuversicht den zahlreichen Herausforderungen. Eine schnelle und adäquate Besetzung offener Arbeits- und Ausbildungsstellen, individuelle Qualifizierung, die Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere, Menschen mit Handicap, Langzeitarbeitslose und gering Qualifizierte sowie die Integration von Flüchtlingen stehen auch 2017 im Mittelpunkt unseres Handelns“, erläutert Manfred Jäger.

Die Agentur für Arbeit stellt bei den gemeldeten Personen mit ausländischer Nationalität einen starken Zuwachs und bei den Jugendlichen unter 25 Jahren – trotz leichten Rückgangs – einen relativ hohen Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit fest. „Diese Situation begründet sich vor allem durch die Zunahme arbeitslos gemeldeter Menschen mit Fluchthintergrund aus nicht-europäischen Asylherkunftsländern. Waren es vor Jahresfrist noch 141, sind es aktuell 478“, fasst Manfred Jäger, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, die regionale Arbeitsmarktbilanz für den zu Ende gegangenen Dezember zusammen.

„Zieht man in diesem Kontext einen Vergleich zwischen den Jahren 2010 und 2016 stellt man fest, dass sich die absoluten Ausländeranteile bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung von 6,1 Prozent auf 11,8 Prozent beinahe verdoppelt, bei der Arbeitslosigkeit von 18,3 Prozent auf 33,2 Prozent ebenfalls stark erhöht haben“, ergänzt der Agenturchef.

Der Arbeitsmarkt im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen:

Im Stadtgebiet Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen zum Ende des vergangenen Jahres leicht erhöht. Sie stieg um 39 Personen auf 2.291, was im Vergleich zum Vorjahr 31 Arbeitslose (1,4 Prozent) mehr bedeutet. Dadurch errechnet sich eine aktuelle Arbeitslosenquote von sehr guten 3,0 Prozent, dem besten Wert einer deutschen Großstadt (Vormonat: 2,9 Prozent, Dezember 2015: 3,0 Prozent). Aktuell gibt es 1.730 unbesetzte Stellen, 74 weniger als im Vormonat, 46 mehr als vor Jahresfrist.

Im Landkreis Eichstätt waren Ende 2016 insgesamt 1.025 Personen arbeitslos gemeldet, 59 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 152 Arbeitslose (17,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt Ende Dezember hervorragende 1,4 Prozent (Vormonat: 1,3 Prozent, Vorjahr: 1,2 Pro-zent). 670 Arbeitsstellen und damit zwei weniger als im November sind zum Jahreswechsel als vakant gemeldet.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind aktuell 1.147 Personen arbeitslos gemeldet, 57 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 166 arbeitslose Menschen (16,9 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 2,1 Prozent. (Vormonat: 2,0 Prozent, Dezember 2015: 1,8 Prozent). Der Bestand an vakanten Stellen beträgt 582, was gegenüber dem Vormonat ein Minus von 34 bedeutet.

Im Landkreis Pfaffenhofen nahm die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt ebenfalls zu. Sie erhöhte sich im Vormonatsvergleich um 81 Personen auf 1.278. Gegenüber Dezember 2015 bedeutet dies ein Mehr von 112 arbeitslosen Menschen (9,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei sehr guten 1,8 Prozent (Vorjahr-monat und Vorjahr: 1,7 Prozent). Das Arbeitsplatzangebot liegt mit 904 offenen Stellen um eins über dem Vormonatsstand. Gegenüber dem Vorjahr sind 26 Arbeitsplätze mehr als vakant gemeldet.

 

Foto: Bundesagentur für Arbeit

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