Nachhaltiges Ingolstadt

Beteiligung an „Blue Green City“ im Rahmen von EU-Infrastrukturprojekt

Erholung und Erleben von Natur und Landschaft
Erholung und Erleben von Natur und Landschaft

Intakte Auen oder städtische Grünflächen prägen Ingolstadt. Die oberbayerische Großstadt hat sich nun am europäischen Projekt „Blaue und grüne Infrastruktur für nachhaltige Städte“ („Blue Green City“) beteiligt.

Die Stadt Ingolstadt, Referat für Gesundheit, Klimaschutz und Umwelt, beteiligt sich am europäischen Projekt „Blaue und grüne Infrastruktur für nachhaltige Städte“, kurz „Blue Green City“. Im Rahmen des europäischen Kooperationsprogramms INTERREG EUROPE begeben sich sieben europäische Regionen in einen intensiven Austausch und Lernprozess. “Gemeinsames Ziel ist, grüne und blaue Infrastrukturen als integralen Bestandteil einer lokalen oder regionalen Strategie zu fördern”, so eine Pressemitteilung, die immonews.IN, dem Nachrichtendienst für Immobilienpreise und Mieten in Ingolstadt und Region, vorliegt.

Hinter dem Begriff blaue und grüne Infrastruktur steckt demnach der Gedanke, dass Ökosysteme und ihre Leistungen – etwa intakte Auen oder städtische Grünflächen – ebenso wie „graue“, also technische Infrastruktur – für eine nachhaltige Entwicklung unverzichtbar sind. Grüne und blaue Infrastruktur trägt zum menschlichen Wohlergehen z.B. durch Klimaregulation, Erholung und Erleben von Natur und Landschaft und zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Ingolstadt beteiligt sich mit dem Konzept Stadtpark Donau, das für die Stadtentwicklung und die notwendige Anpassung an den Klimawandel einer der wichtigsten blau-grünen Bausteine ist. Entlang der innerstädtischen Donau sollen Maßnahmen entwickelt werden, die sowohl zur Steigerung der Aufenthaltsqualität als auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen.

Blue Green City möchte durch Projektveranstaltungen wie Workshops und Schulungen das Bewusstsein und das Wissen über das Konzept der Ökosystemleistungen und den Wert der grünen und blauen Infrastruktur erhöhen. Dies wird durch einen Prozess des interregionalen Lernens und der Zusammenarbeit bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen für die gemeinsamen Herausforderungen des Klimawandels, durch Erfahrungsaustausch und den Austausch guter Beispiele erreicht. Blue Green City setzt damit die EU-Strategie für eine grüne Infrastruktur und die EU-Strategie für die biologische Vielfalt um, die auf eine funktionelle ökologische Verbindung zwischen Städten, ihrem Umland und Schutzgebieten abzielen.

Ende September fand dazu die Auftaktveranstaltung statt, die vom Lead-Partner „Metropolis Nice Côte d’Azur – Euromed Cities Network“ organisiert und ausgerichtet wurde. Bei dieser Veranstaltung stellten die Organisatoren das Projekt, die Projektpartner und die erwarteten Ergebnisse vor, definierten den konkreten Beitrag der einzelnen Partner zur Umsetzung des Projekts und starteten das interregionale Lernen und den Erfahrungsaustausch.

Der nächste Schritt ist nun, vor Ort die verschiedenen Interessenvertreter aus Fischerei, Naturschutzverbänden, städtischen Ämtern, dem Wasserwirtschaftsamt, Donaufreunde und engagierte Privatpersonen zu identifizieren und den Lern- und Austauschprozess zunächst auf lokaler Ebene zu starten, um in einem nächsten Schritt den europaweiten Austausch vorzubereiten.

Weitere Informationen auf der Projektwebsite www.interregeurope.eu/bluegreencity/

Was ist Interreg?

Interreg ist eine Gemeinschaftsinitiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die auf die Förderung der Zusammenarbeit zwischen EU-Mitgliedsstaaten und benachbarten Nicht-EU-Ländern abzielt. Die Programme sind dabei eingebettet in die Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ). Es ist neben dem Ziel Konvergenz und dem Ziel Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung eigenständiges Instrument der europäischen Strukturpolitik.

Beispiele grüner und blauer Infrastruktur:

ec.europa.eu/environment/nature/ecosystems/docs/GI-Brochure-210×210-DE-web.pdf

Foto: obs/ADAC/Uwe Rattay