Gute Basis für die Immobilienwirtschaft

Niedrige Arbeitslosigkeit im Großraum Ingolstadt und Audi-Beschäftigungssicherheit

Das Geld ist vorhanden, aber Wohnraum und Baugrundstücke sind rar
Das Geld ist vorhanden, aber Wohnraum und Baugrundstücke sind rar

Die Rahmenbedingungen für die Immobilienwirtschaft im Großraum Ingolstadt sind weiter geprägt von niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft. Zudem wurde die Audi-Beschäftigungssicherheit bis Ende 2025 verlängert.

Auf der vierten Betriebsversammlung des Jahres hat der Audi-Betriebsrat kürzlich zusammen mit der Unternehmensleitung die Verlängerung der Beschäftigungssicherheit bis Ende 2025 verkündet. „Diese gilt für die gesamte Belegschaft der AUDI AG“, heißt es in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus gaben Gesamtbetriebsratsvorsitzender Peter Mosch und Audi-Chef Rupert Stadler die Produktion von zwei rein elektrisch angetriebenen SUV ab 2021 am Standort Ingolstadt bekannt.

Laut einer Pressemitteilung haben kürzlich auch der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Matthias Müller, und der Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh vor der Belegschaft Bilanz über ein herausforderndes Jahr gezogen. In seiner Rede bei der letzten Betriebsversammlung im Werk Wolfsburg für 2017 dankte Müller stellvertretend für den gesamten Vorstand allen 630.000 Mitarbeitern weltweit für ihren Einsatz, ihre Loyalität und ihre Bereitschaft, die eingeleiteten Veränderungen mitzutragen.  „2017 war ein gutes Jahr für den Volkswagen Konzern. Es ist das Jahr, in dem Volkswagen wieder in die Offensive gegangen ist”, so der Vorstandsvorsitzende. Osterloh machte klar, dass die Fortschritte ein Verdienst der Belegschaft sind, was „höchsten Respekt” verdiene.

Seit der Vorstellung der TOGETHER – Strategie 2025 hat sich der Volkswagen Konzern in vielen Bereichen zum Positiven verändert. Das unterstrich der Vorstandvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Matthias Müller, in seiner Rede in der Halle 11 des Werkes Wolfsburg: „Wir haben unsere Strategie mit Leben gefüllt, konkrete Projekte auf den Weg gebracht und in vielen Bereichen Neuland betreten. Allen voran haben wir mit der Roadmap E unseren Fahrplan für das Elektrozeitalter vorgestellt und gezeigt, wie wir E-Mobilität für alle erreichbar machen wollen.” Bis 2025 plant Volkswagen mehr als 50 Elektroautos auf die Straße bringen und bis 2030 soll jedes der 300 Konzernmodelle mindestens eine elektrifizierte Variante enthalten.

Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh zog auf der Betriebsversammlung ebenso eine positive Bilanz der Arbeit im Jahr 2017. Er erinnerte an die Erfolge bei der Umsetzung des Zukunftspaktes. „Der Betriebsrat hat angesichts der anstehenden Umwälzungen in der Autoindustrie verantwortungsvoll gehandelt und den Zukunftspakt gemeinsam auf den Weg gebracht. Heute sehen wir: Der Zukunftspakt ist ein Erfolg. Bisher wurden bereits 1,9 Milliarden Euro an Effizienz realisiert. Und auch bei der Altersteilzeit ist Volkswagen auf Kurs: Mehr als 8.000 Kolleginnen und Kollegen haben die Chance auf einen Altersteilzeitvertrag ergriffen.”

Hohes Tempo geht das Unternehmen auch beim Zukunftsthema autonomes Fahren beispielsweise mit dem Sedric, der auf den internationalen Automobilausstellungen für Aufsehen sorgte. Die Konzerntochter MOIA macht bei der Entwicklung neuer Mobilitätsangebote ebenfalls große Schritte in Richtung Realbetrieb – das passende Fahrzeug dazu wird in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Wir haben trotz der Dieselkrise den Blick immer nach vorne gerichtet – und das nicht nur bei den Zukunftsthemen, sondern auch bei den Fahrzeugen und Technologien, mit denen wir heute und noch lange Zeit unser Geld verdienen”, sagte Müller.

Volkswagen habe es „in einer großen Teamleistung” geschafft, sich neu aufzustellen, in vielen Bereichen zu verbessern und die großen Herausforderungen, vor denen das Unternehmen in dieser schwierigen Phase der Unternehmensgeschichte stand und steht, „mit großer Entschlossenheit und Konsequenz anzupacken”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch.

„Wir haben in den zurückliegenden zwei Jahren vor allem auch massiv an uns selbst gearbeitet und tun dies auch weiterhin. Wir haben die Themen Kultur, Compliance und Integrität in der Mitte unseres Unternehmens verankert”, führte Pötsch aus. „Wir sind bis heute bereits ein anderes Unternehmen geworden und werden uns noch weiter verändern. Mit unserer neuen Konzernstrategie, die auf zentralen Werten und einem fairen Miteinander aufbaut”, so Pötsch.

Das Ende des Krisenmodus und damit wieder ein Stück weit Normalität zeichnet sich nach Müllers Worten auch an der kürzlich verabschiedeten Planungsrunde 66 ab: „Erstmals seit 2014 haben wir uns wieder eine 5-Jahres-Planung zugetraut und damit die Leitplanken bis 2022 für Produkte, Werke und Investitionen gesetzt.” Mehr als 34 Milliarden Euro wird das Unternehmen in den kommenden Jahren in die E-Mobilität, ins autonome Fahren, in die Digitalisierung und neue Mobilitätsdienste investieren.

„Der Aufsichtsrat hat der Marke Volkswagen Milliarden-Investitionen in neue Produkte und in unsere Werke genehmigt. Damit ist unsere Zukunft gesichert – und zwar egal, ob elektrisch oder konventionell angetrieben. Wir werden unseren Platz in der Spitzengruppe der Automobilindustrie behaupten”, sagte Osterloh und kündigte Investitionen in Höhe von 3 Milliarden Euro in das Hauptwerk Wolfsburg an. Mit den Mitteln solle unter anderem die Einrüstung des Golf 8 umgesetzt werden sowie ein neues Designzentrum in der Technischen Entwicklung.

Entsprechend entwickelt sich auch der regionale Arbeitsmarkt im November 2017 im Großraum Ingolstadt. „Sehr zufrieden“ mit der aktuellen Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes ist der Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, Manfred Jäger. „Der November beschert uns im laufenden Jahr den Tiefstwert an arbeitslos gemeldeten Personen und die Quote weist erneut hervorragende 1,9 Prozent aus. Die Region 10 bleibt auch auf der Zielgeraden des Jahres 2017 ein dynamischer Standort mit stabiler Vollbeschäftigung“, bilanziert der Agenturchef in einer aktuellen Pressemitteilung.

Zum Zähltag waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den drei Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 5.280 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, 59 weniger als noch im Oktober und 225 weniger als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote liegt nochmals um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

„Erfreulich auch, dass alle drei Geschäftsstellen bei ihren Quoten – Eichstätt mit herausragenden 1,3, Neuburg-Schrobenhausen mit bemerkenswerten 1,8 und Pfaffenhofen mit hervorragenden 1,5 Prozent – jeweils die Eins vor dem Komma schreiben“, ergänzt Manfred Jäger.

Auch im November prägte den regionalen Arbeitsmarkt eine beachtliche Dynamik. Den gut 2.300 Zugängen in Arbeitslosigkeit standen gleichzeitig knapp 2.400 Abgänge gegenüber“, erklärt der Agenturleiter.

„Der November zeichnet sich zudem durch einen starken Zugang an offenen Stellen aus. Im vergangenen Monat wurden unseren Arbeitsvermittlern insgesamt 1.055 neue vakante Arbeitsplätze zur Besetzung gemeldet, das sind 258 mehr als im Vorjahr. Aktuell gibt es in der Region 4.253 offene Beschäftigungsmöglichkeiten. Insbesondere in der Zeitarbeit, im Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Bausektor, im Hotel- und Gaststättenbereich und im Gesundheits- und Sozialwesen sind zahlreiche offene Stellen gemeldet“, erklärt Manfred Jäger.

Der Arbeitsmarkt im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen

Im Stadtgebiet Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen im Berichtsmonat November nochmals verringert. Sie sank um 70 Personen auf 2.235, was im Vergleich zum Vorjahr 17 Arbeitslose weniger bedeutet. Dies ergibt eine aktuelle Arbeitslosenquote von – im bundesweiten Großstadtvergleich – nicht zu unterbietenden 2,8 Prozent (Vormonat: 2,9 Prozent, November 2016: 2,9 Prozent). Aktuell gibt es 1.818 unbesetzte Stellen, 23 weniger als im Vormonat, 14 mehr als vor Jahresfrist.

Im Landkreis Eichstätt nahm die Zahl der Beschäftigungssuchenden leicht ab. Ende November waren insgesamt 933 Personen arbeitslos gemeldet, 14 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 33 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote beträgt Ende November 1,3 Prozent, was deutschlandweit erneut den absoluten Top-Wert bedeutet (Vormonat: 1,3 Prozent, Vorjahr: 1,3 Prozent). 818 Arbeitsstellen und damit 48 mehr als im Oktober, sowie 146 mehr als vor Jahresfrist, sind als vakant gemeldet.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit im November geringfügig angestiegen, verbleibt aber unter der „1.000er-Marke“. Zum Ende des Berichtsmonats waren 995 Personen arbeitslos gemeldet, 20 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 95 arbeitslose Menschen weniger. Die Arbeitslosenquote verblieb bei sehr guten 1,8 Prozent (Vormonat: 1,8 Prozent, November 2016: 2,0 Prozent). Der Bestand an vakanten Stellen beträgt 650, was gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um neun, gegenüber dem Vorjahr ein Plus um 34 bedeutet.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Pfaffenhofen verharrt rein statistisch betrachtet – trotz spürbarer Dynamik – auf Vormonatsniveau. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Oktobervergleich um fünf Personen auf 1.117 erhöht. Gegenüber November 2016 bedeutet dies ein Minus von 80 arbeitslosen Menschen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei hervorragenden 1,5 Prozent (Vormonat: 1,5 Prozent, Vorjahr: 1,7 Prozent). Das Arbeitsplatzangebot liegt mit 967 offenen Stellen um sieben über dem Vormonats- und um 64 über dem Vorjahreswert.

 

 

Foto: juefraphoto – Fotolia

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